Presseaussendungen
Gahr: „Brauchen europaweite Lösung für Wölfe!“
2018-03-02 | Presseaussendungen

Immer wieder machen Wölfe das Leben der Bergbauern schwer. Im Zuge der Wintertagung des Ökosozialen Forums in Rotholz waren große Beutegreifer, wie der Wolf ein heißes Thema. Regelmäßig klagen Landwirte über gerissene Tiere durch Wölfe. Erst kürzlich wurde sogar ein Pony Opfer eines Wolfes in Kärnten. „Wölfe sind zu einer großen Bedrohung für die flächendeckende Almwirtschaft geworden. Schafe und Kälber sind leichte Beute für die Wölfe und das lassen sie sich diese Beutegreifer natürlich nicht entgehen. Der Schaden für die heimischen Bäuerinnen und Bauern ist enorm groß und wird immer schlimmer. Hier spreche ich nicht nur vom finanziellen Schaden, sondern auch von emotionalen. Es ist unerträglich für Landwirte nur noch die Kadaver ihrer Tiere zu finden“, sagt der Tiroler Abgeordnete Hermann Gahr.

Deswegen ist es an der Zeit, dass es für die österreichischen Landwirte endlich wirksame Lösungen gibt: „Schöne Worte alleine sind zu wenig! Wir brauchen eine europaweite Lösung sowie eine wildökologische Raumplanung. Europa ist groß genug, deswegen müssen wir Kernzonen bestimmen, wo die Wölfe leben können sowie wolfsfreie Freizonen schaffen, damit unserer Nutztiere von den Beutegreifern geschützt sind“, fordert Gahr.

Umgehend handeln

„Schon längst sind Wölfe in Europa keine bedrohte Tierart mehr. Sie finden hier ideale Lebensbedingungen mit Futter und ausreichend Unterschlupf. Ein harmonisches Miteinander, wie es zahlreiche NGOs immer wieder predigen, ist besonders im Hinblick auf die Landwirtschaft sowie auf den Tourismus nicht möglich. Deswegen müssen die strengen gesetzlichen Regelungen, die derzeit gelten gelockert werden, damit die Wolfsproblematik nicht aus dem Ruder läuft. Wir brauchen ein einheitliches Wolfsmanagement, das Beratung, Monitoring, Schadenbegutachtung- sowie Kompensation genau regelt. Im schlimmsten Fall müssen auch Entnahmen möglich werden“, so Gahr abschließend.

Gahr: „Brauchen europaweite Lösung für Wölfe!“