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Gahr: Kleinstrukturierte Landwirtschaft ist Herzstück Tirols
2019-08-23 | Presseaussendungen

Full House im Kuhstall: Rund 1000 Kurz-Anhänger kamen am Mittwoch, 21. August auf den Bauernhof der Familie Steixner in Mutters, um Kanzler a. D. Sebastian Kurz zu unterstützen. Der ländliche Raum sowie die bäuerlichen Familienbetriebe standen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion. So gab Sebastian Kurz ein klares Versprechen für die heimischen Bäuerinnen und Bauern ab: Sollte es zu Kürzungen bei der GAP 2020+ kommen, wird es einen nationalen Ausgleich geben. Auch Nationalrat Hermann Gahr, Spitzenkandidat für Innsbruck-Land und Schwaz, betonte in seinem Statement auf der Bühne, die Wichtigkeit der kleinstrukturierten Landwirtschaft in Tirol. „Ohne die Tiroler Bäuerinnen und Bauern würde das Land ganz anders aussehen. Deswegen werde ich mich mit aller Kraft einsetzen, dass es keine Kürzungen bei den Förderungen geben wird“, so Gahr.

Kein Freihandel auf Kosten der Tiroler Bauern

Auch das Freihandelsabkommen Mercosur ließ im Kuhstall der Familie Steixner niemanden kalt. Laut derzeitigen Stand sollen bis zu 100.000 Tonnen Rindfleisch zollfrei in die EU geliefert werden. Sebastian Kurz sprach sich ganz klar, gegen das Abkommen mit Südamerika in dieser Form aus. Er betonte, dass Mercosur derzeit nur Nachteile für Österreich bringen würde.

Auch Hermann Gahr setzt sich schon lange gegen das geplante Abkommen ein und beteuerte nochmals, dass es keine Abkommen auf Kosten der Tiroler Bauern geben darf. Mit welchen Methoden in Südamerika und spezielle in Brasilien Flächen für die Tierhaltung generiert werden, sieht man derzeit im Amazonas. Große Teile des Regenwaldes stehen in Flammen. „Wir können so etwas nicht unterstützen, die grüne Lunge der Erde brennt gerade und es wird weiterhin über Abkommen mit Brasilien gesprochen. Das ist völlig unverständlich. Mercosur ist ein wahrer Klimakiller und nicht tragbar“, bekräftigte Gahr.

Heimisch kaufen schützt unser Klima

Am Podium war man sich einige, dass jeder aktiv zum Klimaschutz beitragen kann. „Bei jedem Griff in das Supermarktregal trifft man eine Entscheidung. Heimisch kaufen ist der beste Klimaschutz, so unterstützt man die heimischen Bäuerinnen und Bauern und entscheidet sich klar gegen lange Transportwege und Fragwürdige Produktionsbedingungen“, erklärt der Tiroler. Sebastian Kurz lobte die ausgezeichnete Qualität der heimischen Lebensmittel und betonte, dass Lebensmittel etwas Wert sein müssen und dass wir in Zukunft noch mehr auf die Vermarktung von regionalen Produkten setzen müssen.