Typischer Arbeitstag

5.00 Uhr: Tagwache, kurzes Frühstück, Arbeitstasche zusammenpacken und los geht’s mit dem Auto zum Flughafen Innsbruck.

6.35 Uhr: Abflug von Innsbruck nach Wien. Im Flugzeug lese ich aktuelles aus der Tiroler Tageszeitung und bereite mich anschließend auf meine Arbeit vor.

7.35 Uhr: Ankunft Wien, Weiterfahrt mit dem CAT (Eisenbahnverbindung Flughafen- Stadtzentrum) und U-Bahn zum Parlament.

8.30 Uhr: Besprechung mit meinem parlamentarischen Mitarbeiter. Er übergibt mir eine Arbeitsmappe mit Unterlagen zum Arbeitstag. Nochmals erinnert er mich an alle Termine und informiert mich über aktuelle Belange in Wien.

9.00 Uhr:
Vorbesprechung mit den ÖVP-Mitgliedern des Rechnungshofausschusses. Als Rechnungshofsprecher der ÖVP leite ich die Sitzung. Die einzelnen Abgeordneten und eingeladene Experten informieren über die zu behandelnden Themen. Es folgt eine allgemeine Diskussion. Auch die Sitzungsstrategie wird besprochen.

9.20 Uhr: Eine Schulklasse aus dem Wahlkreis besucht das Parlament. Ich verlasse für 15 Minuten die Vorbesprechung, stelle  mich den Schülerinnen und Schülern als Vertreter des Bezirkes Schwaz und Innsbruck-Land vor und berichte über meine Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte im Hohen Haus. Die Klasse stellt viele Fragen über die Arbeit in Wien. Auch über mein Gehalt und warum Politiker so viel verdienen wird diskutiert. Sofort kehre ich zur Vorbesprechung zurück und berichte über mein Rechnungshofkapitel.

10.00 Uhr: Der Rechnungshofausschuss beginnt. Einige geladene Auskunftspersonen berichten neben dem Rechnungshofpräsidenten über ihre Sichtweise zur Rechnungshofprüfung. Heute geht es ein wenig hektisch zu, steht doch ein kritisches Thema (ÖBB Infrastruktur) auf der Tagesordnung.

10.20 Uhr:
Ich verfasse über den ÖVP-Klub eine Presseaussendung über die Themen des Ausschusses. Vielleicht findet man am nächsten Tag einen Teil davon in der Zeitung. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass die meisten Aussendungen nicht in der Zeitung zu finden sind.

13.00 Uhr: Der Rechnungshofausschuss endet mehr oder minder pünktlich. Ich sprinte in die Cafeteria, kaufe mir etwas Süßes (Nervenberuhigung) und marschiere sofort weiter zum nächsten Ausschuss. Der  Umweltausschuss begann bereits um 12.30, die Vorbesprechung um 11.30. Für diese Zeit organisierte ich mir einen Nationalratsabgeordneten als Ersatz.

16.00 Uhr: Die Abgeordneten aller Parteien strömen aus dem Lokal des Umweltausschusses. Nach 7 Stunden Sitzungen bin ich zufrieden, dass bisher alles gut verlaufen ist.

16.30 Uhr: Treffen mit einem hohen Beamten aus dem Landwirtschaftsministerium in der Parlamentscafeteria. Ich bringe einige Interventionen über Projekte aus meinem Wahlkreis vor.

17.00 Uhr: Einstieg in die U-Bahn und Weiterfahrt mit dem CAT zum Flughafen. Am Flughafen treffe ich Tiroler Wirtschaftsvertreter und einen Beamten des Landes Tirol. Ich nütze die Zeit und den Ort für Kontakte und Anliegen.

20.50 Uhr: Abflug von Wien nach Innsbruck. Während des Fluges lese ich einige Mails und plane den nächsten Tag.

22.00 Uhr: Landung in Innsbruck, Weiterfahrt mit dem Auto zu meiner Familie nach Terfens.

22.30 Uhr: Eintreffen zu Hause.

23.00 Uhr:
Ein anstrengender Arbeitstag mit 18 Arbeitsstunden endet nun im Bett.