Presse
Grieser Bevölkerung fordert Tunnelbau statt Brückensanierung
2020-07-13 | Presseaussendungen

Für Karl Mühlsteiger, Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner, ist klar, dass nur der Bau eines zweiröhrigen Tunnels die Belastungen durch den PKW- und LKW-Verkehr nachhaltig zumutbar und erträglich macht. Ein Neubau der Luegbrücke ist für ihn daher undenkbar. Insgesamt 569 Personen schlossen sich dieser Meinung an und unterzeichneten die Bürgerinitiative betreffend „Bau eines Tunnels an der Brennerautobahn A 13, um damit die Gemeinde Gries am Brenner vom Transitverkehr zu entlasten“. Mühlsteiger übergab diese an den ÖVP-Abgeordneten Hermann Gahr, er wird diese in den Nationalrat einbringen. Der Bau des Tunnels soll einen ersten Entlastungsschritt für das Wipptal darstellen.

Gries am Brenner. „Man kann hier von einem regelrechten Paukenschlag sprechen,“ bringt es Bürgermeister Karl Mühlsteiger auf den Punkt. Gries hat ca. 1000 Wahlberechtigte und das Sammeln von 569 Unterstützungserklärungen in kürzester Zeit ist ein klares Signal gegen die von der ASFINAG forcierte Sanierung der Luegbrücke. Mühlsteiger ist erfreut: „Dieses Zeichen des Zusammenhalts und der geschlossenen Meinung der Bevölkerung ist überwältigend. Gries hat Stellung bezogen und sich gegen einen Neubau der Luegbrücke ausgesprochen!“ Auch über die Grieser Gemeindegrenzen hinaus erhielt die Bürgerinitiative viel Zuspruch: „Das ist gelebte Solidarität in Frage der Entlastung für die verkehrsgeplagte Bevölkerung,“ so Bürgermeister Mühlsteiger. Die Brennerautobahn (A 13) ist durch ein hohes Verkehrsaufkommen gekennzeichnet und wird als Haupttransitroute durch Tirol genutzt. Durch das immense Aufkommen an PKW und LKW leidet die Lebensqualität der Grieser Bevölkerung erheblich. Nicht zu verkennen ist die Tatsache, dass eine umfangreiche Sanierung der Luegbrücke zu erheblichen Lärm- und Emissionsbelastungen, für die unterhalb der Brücke wohnenden Gemeindebürger führen würde. „Daher ist der Bau eines Tunnels die einzige Option,“ betont der Bürgermeister.

Jahrhundertchance nutzen

Durch den Tunnelbau würde man außerdem die geologische Problemzone des Padaunerbergs umfahren, wodurch aufwendige Sanierungsmaßnahmen in Zukunft erspart bleiben. Mühlsteiger führt dazu weiter aus: „Es besteht nun die Jahrhundertchance einen 1,8 Kilometer langen Autobahnabschnitt unter die Erde zu verlagern und so das große Verkehrsaufkommen in einem Tunnel im Berg verschwinden zu lassen.“ Derzeit wäre im Zuge der Brückensanierung auch eine Verbreiterung derselben vorgesehen, um zusätzliche Pannenstreifen zu errichten. Dadurch besteht das Potenzial der Öffnung einer dritten Fahrspur. „Würde dies der Fall sein, bedeutet das noch mehr Verkehr und eine endgültig unzumutbare Belastung für die Bevölkerung. Mit einem Tunnel besteht keine Möglichkeit für einen weiteren Ausbau durch zusätzliche Fahrstreifen,“ zeigt sich der Bürgermeister besorgt.

Auch ÖVP-Abgeordneter Hermann Gahr sieht im Bau eines Tunnels einen vernünftigen und sicheren Weg, die Grieser Bevölkerung von den großen Belastungen des Verkehrs langfristig zu entlasten: „Die Bevölkerung im Wipptal verdient eine Verbesserung der Lebensqualität! Dafür werde ich mich mit aller Kraft einsetzen. Neben der Gemeinde Gries betrifft dieses Projekt sämtliche Gemeinden des Wipptals, da dies eine erste große Maßnahme zur Verkehrsentlastung wäre.“ Durch die Tunnelvariante kann auch die massive Steinschlaggefahr in diesem Bereich gebannt und somit die Sicherheit für die Bewohner und die Verkehrsteilnehmer erhöht werden.

„Die Grieser Bevölkerung und das gesamte Wipptal leiden aktuell unter Belastungen durch den PKW- und Güterverkehr. Deshalb soll ein Tunnel Entlastung und Sicherheit bringen,“ so Hermann Gahr und Karl Mühlsteiger abschließend.

Die Bürgerinitiative enthält folgende Forderungen:

  • Bau eines innovativen Tunnels, der vor allem die heimische Bevölkerung entlasten würde
  • Nutzen der einmaligen Chance einen 1,8 km langen Autobahnabschnitt unter die Erde zu verlagern und damit das große Verkehrsaufkommen durch einen Tunnel im Berg verschwinden zu lassen
  • Entlastung der Bevölkerung von Gries am Brenner und des gesamten Wipptals durch eine Untertunnelung
  • Erhöhung der Sicherheit für die Bevölkerung und die Verkehrsteilnehmer durch die Umfahrung des geologisch neuralgischen Punktes Padaunerberg
  • Sicherstellung eines reibungslosen und flüssigen Verkehrs während der Bauphase des Tunnels
  • Verringerung der Steinschlaggefahr durch eine Untertunnelung
  • Keine Öffnung einer dritten Fahrspur durch den Bau eines Tunnels
  • Eine maßgebliche Verringerung der verkehrsbedingten Emissionen im Bereich Gries am Brenner durch eine Untertunnelung
  • Die Sicherung der Lebensqualität für die Bevölkerung durch den Bau eines Tunnels